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Soest - Möhnetalsperre

Möhnetalsperre 

Geschichtlicher Hintergrund

Die Möhnetalsperre liegt in Nordrhein-Westfalen im Kreis-Soest und wurde 1908-1913 erbaut. Die Hauptnutzung der Talsperre bezieht sich auf die Regulierung des Wasserstands in der Ruhr, um das Ruhrgebiet kontrolliert mit Wasser zu versorgen. Das Ruhrgebiet war zu diesem Zeitpunkt ein riesiges Industriegebiet, welches konstant mit einer hohen und geregelten Menge Wasser versorgt werden musste. Die Aufstauung des Möhneflusses hatte die Bildung des Möhnesees mit einem Volumen von 134,5 Millionen m^3 zur Folge. Damit zählt er zu den größten Seen Nordrhein-Westfalens.

 

 

 

Aufgrund der hohen Bedeutung der Talsperre für die Waffen- und Trinkwasserproduktion im Ruhrgebiet im zweiten Weltkrieg zerstörte die Britische Royal Air Force die Möhnetalsperre in der Nacht vom 16. zum 17. Mai 1943. Mit Hilfe von Rollbomben gelang es, ein großes Loch in die Mauer zu sprengen. Die folgende Flutwelle, die bis in das Ruhrtal zu spüren war, kostete ca. 1300 Menschen das Leben. Doch für die Industrie und Trinkwasserversorgung war die Zerstörung aufgrund eines Notfallplans kein großes Problem. 

Persönlicher Eindruck der Gruppe 

Die Staumauer ist ein gewaltiges und imposantes Bauwerk mit einer äußerst schönen Umgebung, geprägt von vielen Erholungsorten. Wir empfinden die Möhnetalsperre als einen der schönsten Orte des Kreises Soest und wir sind sehr stolz darauf. Allerdings sollte man die geschichtliche Bedeutung der Möhnetalsperre im zweiten Weltkrieg nicht vernachlässigen, denn sie war ein Standbein in der Wasserversorgung für die Rüstungsindustrie des Ruhrgebiets. Uns erschüttert es immer wieder, wenn wir von der Zerstörung der Möhnetalsperre hören, weil wir sie nur als Reiseziel für Touristen kennen. Es ist echt erschreckend, wenn man vor der Talsperre steht und sich vorstellt, dass das Bauwerk mit seiner Größe zusammenbricht. Die Wassermenge, die bei der Zerstörung von jetzt auf gleich die Häuser und Menschen wie Streichhölzer wegspülen würde, ist sowieso unvorstellbar. 

Vermittlung des Geschehens

Um die Geschehnisse richtig an die nächsten Generationen zu vermitteln, reicht es nicht trockene Informationen zu wissen. Es ist wichtig, es ansprechend für Jugendliche und Kinder zu gestalten. Jugendliche anzuregen geschieht zum Beispiel durch Denkmäler oder Gedenkstätten. So eine Gedenkstätte wurde 2015 oben an der Talsperre errichtet. Dadurch wird immer wieder an die Vergangenheit des Bauwerks und ihrer Bedeutung für die Region erinnert. Eine Führung durch die Mauer würde die Geschichte außerdem besser vorstellbar machen, da man die Dimensionen kennen lernt. Doch bei der Zerstörung der Möhnetalsperre sollte man eventuell einen Besuch des Ruhrgebiets und der Zechen in Erwägung ziehen, um die Bedeutung der Möhne und somit auch die Bedeutung der Zerstörung zu verstärken. 

Denkmal an der Staumauer