Warschau

 

Das erste Foto zeigt die Gesamtgruppe vor dem Korczakianum in Warschau, dem Ort, an dem der bedeutende polnische Pädagoge Janusz Korczak langjährig wirkte, bevor er nach der Zeit im Warschauer Ghetto mit seinen Kindern aus seinen Waisenheimen in Treblinka durch die Nationalsozialisten getötet wurde.

Und hier ein Blick in das Innere, der rechts an der Wand mit Stefania Wilczynska zu sehen ist, mit der er viele Jahre zusammen an der Pädagogik der Achtung und der Erziehung zur Demokratie arbeitete, und seine Kinder, von denen nur sehr wenige die Judenvernichtung überlebt haben.

Der Weg führte auch zur Mauer des Warschauer Ghettos und zu der Brücke, die das sogenannte kleine Ghetto mit dem großen Ghetto verband.

Ca. 300.000 Juden wurden von diesem Ort am Rande des Warschauer Ghettos in die Güterzüge gezwungen und in die sogenannten Vernichtungslager gebracht. Der Name „Umschlagsplatz“ für diesen Ort der Erinnerung hat Eingang gefunden in die polnische Sprache und wird nicht übersetzt. 

Dies ist das Denkmal für das Warschauer Ghetto. An diesem Ort machte Bundeskanzler Willy Brandt den historischen Kniefall im Jahr 1970, ein so bedeutendes Ereignis in der polnisch-deutschen Geschichte, dass unweit entfernt ein zusätzliches Denkmal an diesen historischen Kniefall eines deutschen Bundeskanzlers erinnert.

Wenngleich Warschau in weiten Teilen spätestens im Gefolge des Warschauer Aufstands 1944 zerstört wurde, ist es doch gelungen, die alten Ansichten und historischen Gebäude wenigstens an ausgewählten besonderen Orten der Erinnerung zumindest in ihrer Außenansicht wieder herzustellen.

Der Pawiak war schon ein Gefängnis im Zentrum Warschaus, als die deutsche Wehrmacht Polen überfiel, aber wurde insbesondere in der Zeit der Besatzung ein Ort unbeschreiblicher Brutalität gegenüber der polnischen Bevölkerung. Als es im Zuge der sich nähernden Roten Armee gesprengt wurde, um die Beweise der ausgeübten Gewalt zu vernichten, blieb das im Foto zu erkennende Eingangstor erhalten. 

Dies ist ein Ort „historischer Erinnerung“ ganz besonderer Couleur: Die Gruppe besuchte unter anderem das neue Fußballstadion in Warschau, wo unlängst die deutsche Fußballnationalmannschaft eine „historische“ Niederlage an der Weichsel erfahren musste!

 

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